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Reise nach Schottland

vom 7. bis 10. Juni 2007

Unser Präsident Heinrich Levenig, der ja verwandtschaftliche Beziehungen nach England hat, hatte dem Club eine Kurzreise nach Schottland vorgeschlagen. 30 Personen nahmen an dieser Reise teil.

Aus unserem Club fuhren mit:

Thomas und Marion Deutz
mit Finn Lasse und Mats Ole
Ernst und Elfi Eigelshoven
Johannes und Lo Ernesti
Dr. Willy und Doris Foellmer
Heinrich und Edith Levenig
Hans und Käthe Meys
Dr. Herbert und Helga Quacken
Manfred und Christine Remarque
Leo Savelsbergh
Walter und Edelgard Schabram
Vivianne Servais-Belboom
Paul und Angelika Wienand

Und wir hatten folgende Gäste:

Rolf und Eileen Beckers
Katharina Bock
Anna Deutz
Heinrich Herbst
Heinrich Kinkartz.

Am Donnerstagmorgen ging es los. Nicht ganz pünktlich; denn unser Freund Ernst hatte zuvor noch einen schweren Kampf mit dem Kopfkissen ausgefochten. Aber unser Busfahrer der Firma Eifelgold hatte trotz der Staus in den Niederlanden noch rechtzeitig den Flugplatz in Amsterdam erreicht.

Nach den obligatorischen Prüfungen startete ein Easyjet um 11.50 Uhr nach Edinburgh. Allerdings ohne die Medikamententasche von Edith, was zu großen Aufregungen führte. Vorweg gesagt: Sie wurde aber gefunden und wird Edith zugeschickt.

In Edinburgh landeten wir um 12.20 Ortzeit, also nach 1 ½ Stunden. Wir wurden dort schon von unserem Führer, Herrn Andrew Thackrey erwartet, der uns zum englischen Reisebus von Fisher Tours führte. Andrew Thackrey spricht ausgezeichnet Deutsch und hat uns mit seinem universellen Wissen sehr beeindruckt. Hinzu kam dann noch seine humorvolle Art, uns mit Schottland vertraut zu machen.

Leider konnten wir Edinburgh nur durch eine Rundfahrt kennen lernen. Aber um Edinburgh richtig kennen zulernen braucht man Tage. Und diese Zeit hatten wir nicht. Eine historisch gewachsene Stadt, die wir in Deutschland durch die Kriegszerstörungen kaum noch finden, imponierte uns. Prächtige Gebäude und großzügige Anlagen einer der großen Städte Europas  mit großer Vergangenheit und kulturellem Reichtum lernten wir kennen. Und natürlich auch den Palast Holyroodhouse, einst das Schloss von Maria Stuart, der Königin von Schottland. Edinburgh, Weltkulturerbe und Festivalstadt zieht ihre Besucher in ihren Bann.

Wir kehrten in einem chinesischen Restaurant ein, das aber nicht nur chinesische Kost bot. Für 5 englische Pfund konnte man „grenzenlos“ essen. Und dort kam auch unser Freund Thomas Deutz zu uns, der mit einem Flugzeug aus Frankreich nach Edinburgh geflogen war. Nun waren wir vollständig.

Wir verließen nun Edinburgh, am Firth of Forth gelegen, eingebettet in eine reizvolle Landschaft, die wir mit dem Bus durchquerten. Diese Gegend ist eine hügelige Landschaft mit Wäldern und Wiesen. Immer wieder unterbrochen durch Ginsterbüsche, durch Rhododendron oder Holunder. Kleine Dörfer mit reizvollen Häusern, Gehöften und einladenden Gaststätten boten sich unseren Augen dar. Wir überquerten den Fluss Earn und den Fluss Tay und kamen dann an den Firth of Tay, an dem Dundee liegt. Unser Ziel war das Hilton in Dundee, dieser Name kommt aus dem Gälischen und bedeutet soviel wie Festung an der Tay.

Am Freitag, den 8. Juni, starteten wir wieder mit dem Bus von Dundee aus durch das „Lowland“ in die „Highlands“. Die Grenze ist der Fluss Tay (sprachlich mit dem deutschen Wort Tau verwandt). Er ist der längste Fluss in Schottland. Hinter Perth, der Ort ist wie viele andere keltischen Ursprungs und der Name bedeutet in der keltischen Sprache „Wo der Fluss sich ausbreitet“ wird die Landschaft bergiger. Perth gilt als Tor zu den Highlands.

Zunächst aber durchfuhren wir eine herrliche Landschaft mit grünen Wiesen, Wäldern und überall blühten Rhododendron, Ginster Holunder und Lupinen. Ein wohlhabendes Agrargebiet mit idyllischen Dörfern. Aber dann änderte sich die Landschaft. Wir erreichten die Highlands. Bergiges Land mit großen Waldgebieten und kargen Hochflächen, auf denen viele Schafe weideten zeigten uns, wie kontrastreich Schottland ist.

Während der Fahrt erfuhren wir Interessantes über Land und Leute, Wirtschaft, Geschichte und Kultur. Schottland wird auch Alba oder Kaledonien genannt. Schottland hat ca. 5 Millionen Einwohner, davon leben alleine in Glasgow, einer Industriestadt, 1 Million und in Edinburgh, der Verwaltungs- und Kulturstadt 450.000 Einwohner. Das Gebiet zwischen diesen beiden Städten ist dicht besiedelt, während das nördliche Schottland dünn besiedelt ist.

Die ursprüngliche keltische Sprache, das Gälische, ist bis auf ca. 3 – 4 % zurückgedrängt worden. Nur viele Namen zeugen noch von der keltischen Vergangenheit.

Die Römer besetzten im Jahre 43 unserer Zeitrechnung den Süden der britischen Insel bis zum so genannten Hadrianswall, der nun die Grenze zwischen Schottland und dem römischen Reich war. Nach dem Niedergang des römischen Reiches löste sich auch die römische Provinz Britannia auf. Germanische Stämme drangen nun ein, wie Jüten, Angeln, Sachsen, Normannen und Wikinger.

In Pitlochry machten wir unsere erste Pause. Wir wanderten über eine schwankende Hängebrücke am Fluss „Tummel“ vorbei bis zum Staudamm mit einer „Treppe“ für Lachse. Leider blieb uns nicht viel Zeit, um den einladenden Ort mit einigen schönen Geschäften uns anzusehen.

Auf unserem Programm stand noch der Besuch der kleinsten Whisky-Destillerie; und zwar der Destillery Edradour, die 1825 gegründet worden ist. Wir wurden mit einem Glas Whisky empfangen. Nach einer Filmvorführung über die Whisky-Herstellung besichtigten wir die Produktionsräume und im Verkaufsladen konnten wir die Produkte von Edradour kaufen.

Über schmale Straßen ging es nun durch eine Heidelandschaft. Leider blüht die Heide erst im Juli und August. Also Grund genug zu dieser Zeit einmal in die Heidelandschaft zurückzukehren. Im Bridge of Cally Hotel machten wir Halt und genossen schottisches Bier und eine kleine Mittagsmahlzeit.

Unser nächstes Ziel war das Schloss Claimis. Die Landschaft wurde wieder lieblicher und blumenreicher. Wir waren wieder im „Lowland“. Das Schloss gehört den Earls of Strathmore.

Und im Jahre 1900 wurde dort eine Gräfin geboren, die mit 22 Jahren den Herzog von York geheiratet hatte. Dieser wurde nach der Abdankung seines Bruders König von England. Als Mutter von Königin Elisabeth von England ist sie uns noch allen in guter Erinnerung. Denn sie starb vor einigen Jahren in einem Alter von über 100 Jahren. Dieses Schloss konnten wir besichtigen und allen Prunk vergangener Jahrhunderte bewundern.

Die Entfernung von Schloss Glamis bis Dundee war nicht sehr groß und so waren wir bald wieder im Hotel um uns auf ein karges schottisches Essen vorzubereiten, wie unser Präsident ankündigte. Aber es war nicht karg sondern typisch schottisch und wohlschmeckend und begleitet wurde das Essen durch einen Dudelsackpfeifer, eine Überraschung unseres Präsidenten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Johannes hatte wieder einmal ein Lied zu einer bekannten Melodie geschrieben. Dieser Abend wurde so zum schönsten Abend unserer Reise.

Der nächste Tag, der Samstag, war schon vom Heimfahren überschattet. Die Fahrt führte an den Fischerdörfern vorbei in Richtung des Fährhafens von Rosyth. Wieder fuhren wir durch ein fruchtbares und wohlhabendes Gebiet mit vielen Golfanlagen, gepflegten Häusern und Gärten

In St. Andrews, der ersten Universitätsstadt Schottlands hielten wir an. Wir besuchten die Ruine der alten Kathedrale, die während der Reformation zerstört wurde. Und das gleiche Schicksal erlebte die Burg der Stadt, die als Bischofssitz seinerzeit gedient hatte.

Ein kurzer Stadtrundgang schloss sich an. Und es blieb gerade noch Zeit bei „Jeanette“ noch einen Espresso zu trinken.

Mittags waren wir in dem schönen Fischerdorf Anstruther. Zum Essen reichte die vorgegebene Zeit nicht, aber zu einem Rundgang am Hafen und zur Besichtigung des Ortes.

In Rosyth verabschiedeten wir uns von unserem Führer und dem Busfahrer mit einem Trinkgeld und einem Dank für die interessante Führung durch den Südosten von Schottland.

Um 17.00 fuhr die Fähre ab. Wir hatten noch ein gemütliches Zusammensein mit Essen.

Wir ließen die Eindrücke der Schottlandreise nochmals im Geiste an uns vorüberziehen und suchten dann unsere Kabinen auf.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen versammelten sich die ganze Reisegruppe, um uns bei Heinrich für seine Arbeit zu bedanken. Willy und Paul hatten für Heinrich und für Edith je einen Kaschmirschal erstanden, den wir den Beiden überreichten. Leo hatte am Abend vorher zwischen Suppe und Hauptgericht noch einige Zeilen zusammengedichtet:

Kennen Sie den grauen Knaben, den wir bei Kiwanis haben?

Heinrich wird der Franke genannt.

Sein Genie hatte man schnell erkannt.

Zweimal wurde er schon Präsident

Nun hat er uns eine Reise gescannt.

Dafür sagen wir ihm herzlichen Dank.

Nimm dafür unser Präsent,

damit Du Dich nicht erkältst.

 und hier gibt es den Reisebericht als PDF zum Drucken

 

Leo Savelsbergh

Vielen Dank an Walter Schabram für die Bilder

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: [webmaster@kiwanis-aachen.de]
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