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Vortragsabend mit Dr. Werner Haubrich zu
Das war schon ein Abend der
besonderen Art. Goethe hat ein sehr bewegtes Leben gelebt. Mit farbigen Worten und eindrucksvollen Schilderungen ließ der Referent den Dichterfürsten lebendig werden. Wir gewannen den Eindruck, als hörten wir zum ersten Mal von Goethe. Ausgangspunkt waren die Frauen um Goethe. So wenige waren es nicht, aber darauf kam es an diesem Abend auch gar nicht an; vielmehr waren es die hinreißend lebendigen Schilderungen und die poetischen „Folgen“ seiner Beziehungen zu Frauen. Der Geheimrat Goethe hat sich mit außerordentlich vielfältigen Themen und Inhalten beschäftigt, neben seinem lyrischen und epischen Werk (z.B. Gedichte, Faust, die Leiden des jungen Werther), u.a. auch mit naturwissenschaftlichen Fragen (z.B. Versuch einer Farbenlehre) Seine Frauen, die er eher platonisch liebte, beflügelten ihn so sehr, dass uns fast 180 Jahre nach seinem Tod seine geniale Sprache noch immer fasziniert. Seine Briefe und Gedichte sind unvergängliche Meisterwerke der Dichtkunst. Seine Lyrik, seine Verse, schwingen und klingen, sind poetische Melodien; sie sind Sprachschöpfungen, wie sie kaum ein anderer Dichter in dieser Weise hervorgebracht hat. Ein Musterbeispiel seiner Sprachkunst ist das lyrische Gedicht „Wanderers Nachlied“ und daran angehängt „ein Gleiches“: Über allen Gipfeln
Dieses poetische Gemälde verträgt es nicht, wenn auch nur ein Buchstabe verändert oder weggelassen wird. (Vokale!), ohne die Melodie dieses Gedichtes zu zerstören und dadurch seine Wirkung zu nichte zu machen. Es ist bewundernswert, wie unser Referent die Fülle, auch der Textbeispiele, ohne Manuskript präsent hatte. Herr Dr. Haubrich hat uns begeistert und begeisternd, fasziniert und faszinierend diese dichterischen Juwelen präsentiert. Viele von uns werden diesen Abend so schnell nicht vergessen. Edith Levenig
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